Abschrift
Walter
Keim
8047 Karlsfeld, den 23.1.80
Sommerstr. 13
Tel.:(tags)
089-1480 3494 (abends) 08131-940 59
An
Bundestagsabgeordneten
MdB Bundeshaus
53 Bonn
Sehr ...
ich danke Ihnen sehr für Ihren Brief vom 24.1.79 in dem Sie mir das ordnungsgemäße Verfahren zur Verschlußsachenermächtigung erläuterten.
Ich bin weiterhin bei der MAN beschäftigt, die beim MAM einen Antrag zur VS-Ermächtigung für mich gestellt hatte, der am 28.6.78 beim BIM einging. Sie.teilten mir am 24.1.79 mit, dass die damit zusammenhängende Überprüfung durch das BfV noch nicht abgeschlossen sei.
Das ist möglicherweise auch heute noch so. Inzwischen fand am 24.10.79 durch Vermittlung der MAN in der MAN ein Gespräch.mit einem Herrn vom BWM statt. Solche Gespräche.sind nach Auskunft der MAN Routine und kommen oft vor. Sie.sind nicht Teil der Gewährung des rechtlichen Gehörs. Dabei wurde ich nach Einzelheiten meiner Ostreisen gefragt (wie eingereist, wen getroffen usw.). Das hielt ich für legitim und habe alles ausführlich beantwortet. Etwas unwohl fühlte ich mich nur bei der. Frage welche politische Meinung und Einstellung zum Regime die Besuchten gehabt haben. Am.13.11.79 bekam ich noch einen kurzen Anruf in dieser Sache vom selben Herrn.
Vor kurzem wurde mir in der MAN inoffiziell erzählt, das BWM habe bei Siemens festgestellt, daß viele Verschlusssachenermächtigte gar nicht an Verschlußsachen arbeiten. Im Sinne der Rechnungshofkritik, daß dabei Geld unnötig ausgegeben werde, sei die MAN vom BWM.aufgerufen, die Zahl der Ermächtigungen auf-das notendige Maß zu reduzieren. Deshalb würden in der MAN viele Ermächtigte „entpflichtet“ und der.Antrag für meine Ermächtigung von der MAN zurückgezogen, da ich nicht an VS-Sachen arbeite.