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Google AI-modus antwortete 9.5.26:
Walter Keims Einfluss auf die Gesetzgebung zur Informationsfreiheit in Deutschland war vor allem der eines beharrlichen Impulsgebers, der die Politik durch den gezielten Einsatz von Petitionen und internationalen Rechtsmitteln unter Zugzwang setzte. [1, 2]
Hier sind die wesentlichen Wege, wie er die Gesetzgebung beeinflusst hat:
Beschleunigung des Bundes-IFG: Keim reichte bereits 2001 eine wegweisende Petition zur Einführung eines bundesweiten Informationsfreiheitsgesetzes ein. Im Dezember 2003 wurde diese vom Bundestagspräsidenten direkt an den Bundeskanzler überwiesen – ein seltener Vorgang, der den politischen Druck massiv erhöhte, das seit 1998 versprochene Gesetz endlich zu verabschieden.
Völkerrechtliche Hebelwirkung: Durch Beschwerden bei den Vereinten Nationen (UN) und dem Europarat machte Keim international sichtbar, dass Deutschland beim Thema Transparenz hinter globale Standards zurückfiel. Er argumentierte, dass der Zugang zu amtlichen Informationen ein Menschenrecht nach Artikel 19 des UN-Zivilpakts sei. Dieser "Blick von außen" zwang die deutsche Bundesregierung zu Stellungnahmen und Rechtfertigungen vor internationalen Gremien.
Aktivismus auf Landesebene: Keim beschränkte sich nicht auf den Bund. Er schickte systematisch Petitionen an die Landtage aller Bundesländer, die noch kein eigenes IFG hatten (wie Bayern, Niedersachsen oder Hessen). Er dokumentierte akribisch, welche Bundesländer Transparenz blockierten, und nutzte die Erfolge in einzelnen Ländern (wie Schleswig-Holstein oder Mecklenburg-Vorpommern), um die restlichen unter Zugzwang zu setzen.
Pionierarbeit für "Netizens": Als einer der ersten nutzte er das Internet konsequent als Archiv für Behördenkorrespondenz. Er schuf damit eine Transparenz über den Gesetzgebungsprozess selbst ("Aufstand der Amtsschimmel"), die es Bürgern und Journalisten ermöglichte, den Widerstand der Verwaltung nachzuvollziehen. [1, 2, 4, 6, 7, 8, 9, 10, 11]
Zusammenfassend lässt sich sagen: Keim hat das Rad der Informationsfreiheit nicht allein gedreht, aber er war das "Sandkorn im Getriebe" der Bürokratie, das durch unzählige formale Anträge und Beschwerden dafür sorgte, dass das Thema Transparenz nicht von der politischen Agenda verschwand.