[Norsk]
Die Rote Armee Fraktion (RAF) nutzte zahlreiche wechselnde, konspirative Wohnungen in verschiedenen deutschen Städten und ländlichen Regionen als Unterschlupf, Waffenlager oder Operationsbasis, wie etwa in der Raimundstraße 104 in Frankfurt am Main, am Wiener Weg 1b und in Erftstadt-Liblar bei Köln, in Heidelberg, Tübingen oder Karlsruhe. [1, 2, 3, 4, 5]
Eigenschaften und Organisation
Anmietung: Die Unterkünfte wurden meist von Unterstützern oder unter Verwendung gefälschter Ausweispapiere und falscher Identitäten angemietet. [1, 2]
Tarnung: Um behördliche Rasterfahndungen und die Überprüfung von Strom- oder Mietzahlungen zu umgehen, wurden Mieten oder Verbrauchskosten oft bar bezahlt und die Wohnungen unauffällig gehalten. [1]
Wandel im Untergrund: Während in der Frühzeit oft größere, städtische Apartments genutzt wurden, wich die zweite und dritte Generation ab Mitte der 1970er Jahre vermehrt auf unauffälligere Satellitenstädte oder Trabantensiedlungen aus. [1]
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8 nettsteder
Konspirative Wohnungen um 1968
konspirativen Wohnungen der zweiten Generation der RAF ab ca. 1975 schließlich offenbar nur noch in Trabantensiedlungen und Satell...
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Schleyer-Entführung - Wikipedia
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Vis alle
Wo waren diese Wohnungen?
Die konspirativen Wohnungen der RAF waren strategisch über die gesamte Bundesrepublik Deutschland verteilt. Die Terroristen wählten oft unauffällige Apartmentkomplexe in Großstädten oder anonyme Hochhaussiedlungen in Randbezirken, um in der Masse unterzutauchen.
Die wichtigsten und historisch dokumentiertesten Standorte teilen sich wie folgt auf:
Die bekanntesten Adressen im Überblick
Köln und Umgebung (Erftstadt-Liblar & Köln-Müngersdorf):
Im Renngraben 8 (Erftstadt-Liblar) mietete die RAF im Jahr 1977 ein Apartment in einer anonymen Hochhaussiedlung. In dieser Wohnung hielt das Kommando den entführten Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer über Wochen gefangen (oft als „Volksgefängnis“ bezeichnet).
Eine weitere Wohnung im Wiener Weg 1b (Köln-Müngersdorf) diente dem Schleyer-Entführungskommando als direkte logistische Operationsbasis. [1, 2, 3]
Frankfurt am Main (Raimundstraße 104):
Diese Wohnung im Stadtteil Ginnheim war eine zentrale Basis der ersten Generation um Andreas Baader und Gudrun Ensslin. Sie wurde im Juni 1972 von der Polizei umstellt. Bei der dortigen Razzia und Schießerei wurden Baader, Jan-Carl Raspe und Holger Meins festgenommen.
Karlsruhe (Rintheimer Straße 91):
Diese Wohnung diente der zweiten Generation im Jahr 1977 zur Vorbereitung des tödlichen Anschlags auf Generalbundesanwalt Siegfried Buback. Von hier aus spionierte die RAF die Routen des Generalbundesanwalts aus. [1]
Hamburg (Stollberger Straße):
Stuttgart (Weisestraße):
In Stuttgart unterhielt die RAF mehrere konspirative Wohnungen, um Logistik und Kommunikation nahe der Justizvollzugsanstalt Stuttgart-Stammheim zu organisieren, in der die RAF-Führung einsaß.
Regionale Schwerpunkte nach Ballungsräumen
Rhein-Main-Gebiet (Frankfurt, Offenbach, Wiesbaden): Aufgrund der zentralen Lage, der hervorragenden Autobahnanbindung und der US-Militärstützpunkte (die oft Anschlagsziele waren) eine Kernregion der RAF. [1]
Rhein-Ruhr-Region (Köln, Düsseldorf, Dortmund): Die dichte Besiedlung und die Anonymität der großen Arbeiterviertel und Trabantenstädte boten idealen Unterschlupf.
Süddeutscher Raum (Heidelberg, Tübingen, Karlsruhe): Oft als logistische Stützpunkte genutzt, da in den dortigen Universitätsstädten das studentische und linke Unterstützerumfeld besonders ausgeprägt war.